Hilfeleistungen

Wie wird geholfen?


Die wichtigste Hilfe besteht wohl darin, sich für die Leute Zeit zu nehmen. Dies setzt natürlich eine gute Infrastruktur voraus – wir verfügen dank dem Entgegenkommen der Gemeinde über eine kleine Büroräumlichkeit. Ebenso wichtig scheint uns das beidseitige Vertrauen, welches hilfreiche Gespräche erst zielführend werden lässt – die Mitglieder der PfarreiCaritas sind der Verschwiegenheit verpflichtet und versuchen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten – es sind Laien – wirksame Hilfe in Gang zu setzen.
Neben dieser Beratertätigkeit (Wer kann / soll welche Hilfe beanspruchen?) sind es vor allem Gesuche um finanzielle Unterstützung, welche die Betreuerinnen der Kontaktstelle zu bearbeiten haben. Während kleinere Gesuche eigenverantwortlich abgewickelt werden, bespricht man grössere Anträge und komplexere Bitten im Einverständnis mit den Gesuchstellern mit dem Amt für Soziale Dienste oder anderen Organisationen und Fachpersonen.

 

Wem wird geholfen?


Alle in Balzers wohnhaften Menschen, welche aus irgendeinem Grund in (finanzielle) Schwierigkeiten geraten sind und keine Aussicht haben, im Netz der staatlichen Dienstleisungen schnelle und wirkungsvolle Hilfe zu bekommen, können sich an die PfarreiCaritas wenden. Oft gelangt auch das (staatliche) Amt für Soziale Dienste nach umfangreichen Abklärungen an die Caritas selber mit der Bitte um finanzielle Beteiligung zur Begleichung einer Schuld, für welche keine andere Organisation aufkommen will oder kann.

Da ist eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern, welche in ihrem Teilzeitjob ein sehr tiefes Einkommen hat und vor unvorhergesehenen Ausgaben für den Zahnarzt oder Optiker steht. Wir vermitteln eine entsprechende Stiftung, helfen beim Ausfüllen eines Antrages oder stellen ein Gesuch an die Caritas Liechtenstein.

Da sind Familien oder alleinstehende Personen, die sich finanziell oft in einer schwierigen Situation befinden. Gerade zu Weihnachten müssen sie mit Mehrausgaben rechnen, um z.B. Geschenke zu kaufen. Für diesen Zweck erhalten wir durch die Caritas Liechtenstein einen Beitrag, welchen wir an diese Menschen weitergeben können.
Da ist ein junger Mann, der Geld verspielt hat. Wir vermitteln ihm psychologische Hilfe und gewähren ihm anschliessend für alte Schulden ein zinsloses Darlehen von Fr. 1000.
Da sind zwei Bettler, welche auf ihrer Tour um etwas Geld ersuchen – sie bekommen in der Regel einen Lebensmittelgutschein.

Aufgrund der beachtlichen Zahl von Betreuten seit Januar 2009 hat sich die PfarreiCaritas Balzers zu einem wichtigen Glied im sozialen Netz unserer Gemeinde etabliert.

 

Wie wird die Hilfe finanziert?


Pfarrei und Gemeinde haben der PfarreiCaritas Balzers finanziell auf die Sprünge geholfen. Im Kindergarten Heiligwies, Eingag Scharmotz, steht uns ein Büro zur Verfügung, das wir für Gespräche und Sitzungen benutzen.

Die Ausgaben unserer PfarreiCaritas übersteigen aber diesen finanziellen Grundstock bei Weitem. So müssen die meisten Gesuche weiterhin über die Caritas Liechtenstein abgewickelt werden. Unser Ziel ist es, mit der Zeit einen höheren Anteil der Ausgaben selbst zu bestreiten.

Deshalb hat uns die Pfarrei die Opfergaben zugesprochen, welche «im Verlustfall» dem heiligen Antonius zugesteckt werden. Dies entspricht auch der langjährigen Tradition, wonach die Antonius-Gaben Bedürftigen zugute kommen. So speist die PfarreiCaritas Vaduz seit Jahren ihre Arbeit ausschliesslich aus dem Antoniusopfer.